Aktuelles
   Kaffeestraße 2 | 28779 Bremen-Blumenthal | Tel. 04 21 - 60 10 66 | Fax 04 21 - 600 71 39

Aktuelles

Allergien der Kopfhaut durch Haarfärbemittel
1. Juni 2007 - Dr. Jens Meyer

Diverse Stoffe, die an der Kopfhaut angewandt werden, sind in der Lage eine Kontaktallergie auszulösen. Das klinische Bild zeigt dann Nässen bzw. Schuppung auf geröteter Haut, die für gewöhnlich das gesamte behandelte Areal betrifft. Zusätzlich können scheinbar unbeteiligte Regionen im Rahmen von Abklatsch- oder Streuphänomenen betroffen sein. Duftstoffe, wie sie z.B. in Haarwässern und Shampoos Verwendung finden, gehören bei den Frauen zu den häufigsten Kontaktallergenen überhaupt. Des weiteren kommen an der Kopfhaut z.B. örtlich aufgetragene Behandlungspräparate, Dauerwellmittel (z.B. Glycerylmonothioglykolat), Blondiermittel (z.B. Ammoniumpersulfat), und Inhaltsstoffe von Haarpflegekuren als Allergieauslöser in Betracht.

In den Industrieländern liegt der Anteil der Frauen, die Haarfärbemittel anwenden, mittlerweile bei 50%. Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung befasste sich daher mit dem allergischen Potenzial von Haarfärbemitteln. (Hillen U et al, Contact Dermatitis. 2007 Feb; 56(2):87-93). In der Untersuchung wurden die Daten der Allergietestungen von 1320 Patientinnen und Patienten ausgewertet, die in den Jahren 1993 bis 2003 eine Kontaktdermatitis der Kopfhaut entwickelten und beim deutschen Informationsverbund dermatologischer Kliniken (IVDK) registriert wurden.

Die Auswertung der Daten ergab, dass vor allem die in Haarfärbemitteln enthaltenen Stoffe wie P-Phenylendiamin, P-Aminophenol, 3-Aminophenol und Pyrogallol häufig als Allergieauslöser identifiziert werden konnten. Mit anderen Worten: In Haarfärbemitteln enthaltene Substanzen sind die Stoffe, die am häufigsten eine allergische Reaktion an der Kopfhaut auslösen. Darüber hinaus war auch das in vielen Shampoos verwendete Cocamidopropyl Betain unter den Top-Allergieauslösern zu finden.

Wenn der Verdacht auf eine allergische Kopfhautentzündung (allergisches Kontaktekzem bzw. Kontaktdermatitis) besteht, führen wir Hautärzte einen sogenannten Epicutantest am Rücken der Patientin oder des Patienten durch. Einige der Inhaltstoffe von Haarfärbemitteln sind jedoch nicht in den Standard-Testreihen der Hautärzte vorhanden. Es ist daher mitunter wichtig, die angewendeten Original-Haarfärbepräparate mitzubringen und direkt testen zu lassen.

Weitere News-Beiträge

2007
2. Oktober 2007 Lange Nacht der Hautkrebsvorsorge und Vernissage... |mehr|
22. August 2007 Vorträge zur Traditionellen Chinesischen Medizin... |mehr|
24. Juli 2007 Praxisurlaub vom 30. Juli bis zum 17. August ... |mehr|
3. Juli 2007 Informationem zum Schutz vor UV-Strahlung... |mehr|
3. April 2007 Studie zum kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata)... |mehr|
18. Januar 2007 Neu in unserer Praxis ab 2007: Sprechstunde für chronische Wunden... |mehr|
15. Januar 2007 Vorträge im Rahmen der VHS Gesundheitswochen 2007... |mehr|
Archiv
2018 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2018 anzeigen
2017 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2017 anzeigen
2016 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2016 anzeigen
2015 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2015 anzeigen
2014 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2014 anzeigen
2013 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2013 anzeigen
2012 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2012 anzeigen
2011 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2011 anzeigen
2010 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2010 anzeigen
2009 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2009 anzeigen
2008 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2008 anzeigen
2006 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2006 anzeigen
2005 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2005 anzeigen
2004 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2004 anzeigen