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Alles Über Venenleiden
16. Mai 2013 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Nur 10 % haben keine Venenleiden laut Robert Koch Institut

Die „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“ berichtet in Heft 44 über Venenerkrankungen der Beine. Das Robert-Koch-Institut hat diese staatlichen Publikation herausgebracht und kommt zu dem Schluss, dass nur 10 % der Deutschen statistisch gesehen keine Auffälligkeiten zeigen. Mit steigendem Alter nehmen Häufigkeit und Schweregrad der Venenleiden zu. Da man aber auch mit einer Dunkelziffer rechnen muss, kann die Zahl der von Venenleiden Betroffenen sogar noch höher liegen.

Chronische Venenleiden sind häufiger als akute!
Ein Beispiel eines akuten Venenproblems ist die Thrombose. Krampfadern dagegen sind ein chronisches Venenleiden und gelten als die häufigste Venenerkrankung. Laut repräsentativen Umfragen erleiden 2,9-5,1 % der deutsche Männern und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren eine Beinvenenthrombose. Krampfadern hingegen haben innerhalb derselben Gruppe etwa 20,8 %! Sie werden durch Risikofaktoren wie Alter, Vererbung einer Bindegewebsschwäche, aber auch von ungesunder Lebensweise mit Übergewicht und wenig Bewegung verursacht.

Arterien und Venen – was ist anders?
Arterien sind besonders belastbar und elastisch, damit sie das Blut vom Herzen weg kraftvoll in den ganzen Körper bringen können. Venen dagegen sind dünnwandiger, nicht so muskulös und daher weniger belastbar. In ihnen gibt es Venenklappen, die das verbrauchte Blut entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen schieben sollen. Bei zu wenig Spannung der Venenwände allerdings, schließen die Klappen nicht mehr richtig und das Blut kann dazwischen zurückfließen. Dabei können die Venenklappen kaputtgehen, der Blutrückfluss zum Herzen findet nicht mehr ausreichend statt, die Venen erweitern sich – und es bilden sich Krampfadern.

Keine Bewegung: Fett und faul – nichts für schwache Venen!
Laut Robert Koch Institut (RKI) und Venenspezialisten ist auch der Mangel an Bewegung ein wesentlicher Grund für die Entstehung von Krampfadern. Eigeninitiative wird dringend angeraten, auch das RKI weist darauf im Bericht an die Bundesregierung abschließend hin.

Auf langen Reisen - bloß nicht die Beine hängen lassen!
Lange Reisen gefährden die Beinvenen! Durch langes Sitzen in engen Flugzeug-/Busreihen fehlen die Muskelbewegungen, die für den aktiven Rückstrom des Blutes zum Herzen nötig sind. Das „stehende“ Blut überdehnt die Venen, sie leiern aus, das Blut versackt und es kommt zum Austreten von Flüssigkeit ins Gewebe außerhalb der Venen – den unschönen Krampfadern. Vertreten Sie sich unbedingt zwischendurch die Beine und wippen die Füße auf und ab. Bei bekanntem Venenleiden sollten zusätzlich Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Liegen und Laufen statt Sitzen und Stehen
Denken Sie an die Faustformel LL statt SS bei Venenproblemen. Liegen und Laufen entlasten und unterstützen die Venen bei ihrer Arbeit. Wohingegen Sitzen und Stehen eher ein Risiko für Venenleiden sind.

Knöchelumfang bringt Venenleiden ans Licht
Sie sind erblich vorbelastet oder haben öfter abends mit müden und schweren Beinen zu tun? Messen Sie Ihre Fesseln eine Woche lang morgens und abends: Ist der Umfang abends einen Zentimeter größer als morgens empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt

Unbehandelt droht ein offenes Bein
Im Laufe von Jahren kann sich das Krampfaderleiden immer mehr auszuprägen. Die Haut v.a. im Unterschenkelbereich verändert sich, es kommt zu bräunlichen Ablagerungen. Danach entstehen offene Beine, d. h. es kommt zu Geschwüren, die schmerzhaft sind, oft stinken, nässen und schwierig wieder abheilen. Eine weitere unangenehme Begleiterscheinung des Krampfaderleidens sind starke Blutungen aus den Krampfadern bei Verletzungen (z. B. Stößen), die manchmal nicht ohne einen Arzt zu stoppen sind.

Weitere Informationen zu Venenleiden finden Sie im Internet unter www.venenratgeber.de

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